Guck rein bei cook rein und dem Freizeittreff der Lebenshilfe

Das Bomben-Geschäft bleibt wegen möglicher Bomben unter dem Geschäft momentan noch aus. Im Restaurant Cook-Rein in der Oranienburger Schulstraße sprach ich mit dem Co-Inhaber Hans-Jürgen Schreier, insbesondere einmal mehr um ein Schwerpunktthema in Oranienburg: Die Bombensuche/Kampfmittelbeseitigung. Da das Grundstück noch untersucht werden muss, darf Cook rein vorerst nur Stehplätze mit Hockern im Innenraum anbieten. Hans-Jürgen Schreier ärgert sich, dass das Landratsamt erst vier Wochen vor der Eröffnung des Geschäfts über die anstehende Bombensuche berichtet hat. Es ist für ihn nicht nachvollziehbar, dass ein ständig bewohntes Gebäude erst jetzt auf Bomben untersucht werden muss – doch eine Nutzungsartenänderung in ein Restaurant bedarf baubehördlich einer Genehmigung. Dafür muss das Grundstück lastenfrei sein.

 

Durch die derzeitige Baustelle am Bahnhof besuchen weniger Menschen das Geschäft, aber auch das Home-Office während der Corona-Pandemie hat Cook-rein beeinträchtigt, das vor allem vom Mittagsgeschäft mit Schülerinnen und Schülern und Beschäftigten der Umgebung lebt.

Aber Cook-rein lässt sich nicht unterkriegen. Nicht nur, dass sie zeitweise von einem Anhänger gegenüber vom Bahnhof verkauft und Essen auch geliefert haben: Inzwischen gibt es auch einen festen zweiten Standort in der „Breite Straße“.

Es gibt viele auch vegane Gerichte, die frisch gekocht werden. Ich empfehle euch die Spaghetti mit Gorgonzola und den Quinoa-Salat.

 

Freizeit-Treff der Lebenshilfe in Oranienburg 

 

Uta Gerber, Geschäftsführerin der Lebenshilfe in Oranienburg, kennt die Lebens-, teilweise Leidensgeschichte, Lieblingsessen und Lieblingsspiele fast aller Gäste und Bewohner im Freizeittreff an der Lehnitzstraße, der Menschen mit und ohne Behinderungen einlädt. Dienstags und donnerstags wird gemeinsam gekocht. Spiele, Gespräche, Basteln und Lachen verbinden die Menschen miteinander. Uta Gerber lädt uns Kaffee und Austausch in die Einrichtung, berichtet aus der Historie und vom Umbau des ehemaligen Katasteramtes in den heutigen Freizeittreff. In dem Gebäude gibt es auch sieben barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe. Sabine, eine der Bewohnerinnen, zeigt mir sogar ihre Wohnung mit zwei Zimmern, Küchenzeile und Bad. Es sind große und angenehm helle Räume. Sabine liebt Kuscheltiere, kauft selbst ein und versorgt sich so gut sie kann; wenn es nicht gut klappt, bekommt sie Hilfe.

 

Wahlhilfe für Menschen mit Einschränkungen

 

Das Wahlrecht auszuüben, stellt viele Menschen in Deutschland vor Herausforderungen, auch wenn die Einrichtungen über Politik, Wahlprogramme und Kandidierende informieren. Uta Gerber wirbt dafür, für die 5,6 Mio. Analphabeten auf den Wahlzetteln auch Bilder, z.B. von den Kandidierenden einzufügen – eine gute Anregung im Sinne der Inklusion, die auch vielen anderen Menschen die Wahl wahrscheinlich erleichtern würde.

 

Bei diesem Besuch wird wieder deutlich, dass das Ausmaß bürokratischer Hürden ein großes Problem für soziale Träger ist. Aber auch die Gewinnung von Auszubildenden fällt schwer, viele seien von den Arbeitszeiten und der großen Verantwortung abgeschreckt. Praktikantinnen und Praktikanten, die die Arbeit aber tatsächlich erlebt haben, waren im Anschluss von ihr begeistert. Dies bestärkt mich in meiner Forderung eines verbindlichen Sozialen-Jahres vor dem Berufseintritt!

 

Ich werde Mitglied der Lebenshilfe

 

Um auch meinen, kleinen Teil dazu beizutragen, die Arbeit der rund 100 Mitarbeitenden zu unterstützen, bin ich bei der Gelegenheit – ich gebe zu: längst überfällig – Mitglied der Lebenshilfe geworden.

 

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