Starke Bildung –
Stärken bilden

Aus Talent die Berufung formen
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ein gefördertes Talent schafft einen starken, leistungswilligen Menschen

Eine gelungene Bildung ist, wenn jemand einen Beruf ergriffen hat, der dieser Person Freude macht, in dem er, sie oder es seine Fähigkeiten erfolgreich und mit Freude entfaltet, sich weiterentwickelt und mindestens auskömmlich von dieser Arbeit leben kann.

 

Starke Bildung beginnt früh und bezieht die Eltern ein. Sie gelingt in kleinen Lerngruppen mit max. 8 Kindern im Kindergarten und max. 16 Kindern in der Schule, wenn keine Inklusionskinder darunter sind. 

 

Es braucht ein Bildungssystem das Potenziale erkennt und fördert, anstatt Kinder in ihren Defiziten festzuhalten.

 

Im pädagogischen Team sind fest Psychologen, Soziologen und Familientherapeuten verankert und helfen Kindern und Familien. Das bietet neben individuellem Lernerfolg Prävention gegen Gewalt und Missbrauch.

 

Bildung ist hochwertig und kostenfrei – von Anfang an.

In Bewerber-Coachings wird jugendlichen Schulabsolvent:innen heute empfohlen, sich an die Zeit vor der Schule zu erinnern: Was konntest du besonders gut? Was hat dir wirklich Freude gemacht? Womit konntest du dich stundenlang versunken und zufrieden beschäftigen? Denn die leistungsorientierte Selbstoptimierung innerhalb der unendlichen Optionen überfordert viele junge Menschen bei der Berufswahl.

 

Viele Menschen haben ihren inneren Kompass, das Vertrauen in die ureigenen Stärken verloren, wenn diese nicht systemkonform sind oder waren und daher eher bestraft oder bekämpft wurden.

 

Schule heute ist ein auf Wiederholung und Selbsterhalt angelegtes System, das sehr stark darauf schaut, was die Kinder noch nicht oder nicht gut können. Das schafft Frustration, besonders bei Kindern, die weniger gute Startvoraussetzung mitbringen. Die meisten Kinder, die mit schlechteren Bildungsvoraussetzungen aus dem Elternhaus starten, haben daher auch am Ende weniger Chancen auf einen guten Schulabschluss.

Unserer Noten-Beurteilung in der Schule liegen Anforderungen zugrunde, die alle Kinder an derselben Elle messen. Ein Leistungskatalog beschreibt, „wie gut ein Kind ist“. Dabei ist einerseits dieser Katalog auf bestimmte Fähigkeiten beschränkt. Zum anderen scheinen Noten objektiv zu sein, das stimmt jedoch nicht. Ein Kind, das nervt, bekommt wohl oft schlechtere Beurteilungen.

 

Trotzdem leiten Kinder aus dem Notenwert oft ihren (Selbst-) Wert ab – und ihre Eltern tun das auch… Das wird ihnen jedoch häufig nicht gerecht. Diese Kinder haben nur geringere Chancen, ihre Stärken in ihrem Tempo mit dem entsprechenden Erfolg und Anerkennung zu entfalten.

 

Das bedeutet Kinder, die nicht in den Korridor der Anforderungen passen, erleben schon sehr früh Scheitern, weil unser System viel Energie in das Ausmerzen von Schwächen steckt, anstatt Stärken zu fördern. Insbesondere Kinder mit hohem Bewegungsdrang sowie intelligente oder sehr sensible Kinder sind mit großen Klassen und dieser Art zu lernen überfordert.

 

Um nicht missverstanden zu werden: Es ist unbedingt richtig, dass jedes Kind mit vielen Themen in der Schule Kontakt bekommt. Das gilt insbesondere für den Themen, die im Elternhaus nicht vorkamen. Nur so kann sich das Kind selbst entdecken und erproben. Gehirn und damit Intelligenz prägen sich durch be-greifen im Wortsinn. Um so dramatischer ist es für viele Kinder, dass Werken, Handarbeiten, Kochen, Gartenarbeit u.a.m. als Unterrichtsfächer eingespart wurden, Musik und Kunst oft nur epochal unterrichtet werden.

Was müsste sich ändern, damit Bildung für alle Kinder gelingen kann?

Einige Grundgedanken…

 

…Kindererziehung und Bildung sind kein Wettbewerb.

 

…Bildung beginnt sehr früh und ist für alle Familien kostenfrei.

 

…Bildung wird eine Familienangelegenheit: Eltern sollten das begeisterte Entdecken der Welt und der Talente der Kinder mindestens stundenweise gemeinsam ihnen erleben. Eltern sollten in dieser frühen Phase durch Vereinbarkeit von Familie und Beruf ohne Verlust von Einkommen und der eigenen Karriere Zeit haben, die Welt noch einmal gemeinsam mit ihren Kindern Stück für Stück zu entdecken und zu entfalten. 

 

…Dabei könnten alle Familienmitglieder Stärke und Selbstsicherheit miteinander lernen, denn der Maßstab wäre das eigene Talent.

 

…Je kleiner das Kind, desto höher qualifiziert sollten die Pädagog:innen sein, weil der Einfluss sehr groß ist.

 

…Ein:e Pädagog:in sollte in der Schule max. 8 Kinder betreuen. Wenn Kinder mit Inklusionsbedarf dabei sind, sollte jedes dieser Kinder eine fachlich qualifizierte zusätzliche Unterstützung bekommen.

 

…Im Team der Kita sollten Psychologen, Soziologen und Familientherapeuten fest mit im Team arbeiten. Sie können  Familien aus ihrem Unwissen, ihrer Hilflosigkeit und ihren Sackgassen heraushelfen. Frühzeitig erkennen sie am Verhalten des Kindes Probleme, weil sie genug Zeit zum Zuhören haben.

 

…Kein Kind sollte in seiner Familie Repression und (sexualisierte) Gewalt ausgesetzt sein. Früherkennung und Hilfe können präventiv greifen, wenn hoch qualifiziertes Fachpersonal genug Raum für jedes Kind hat.

 

…Kinder sollten entwicklungs- und nicht altersorientiert gefördert werden. In altersübergreifenden Lerngruppen sollten sie „versetzt“ werden, wenn sie so weit sind. In Neigungsgruppen können Kinder mit vergleichbaren Leistungsniveaus zusammen lernen und sich gegenseitig motivieren.

 

…Praktisches sollte in der Ausbildung insgesamt einen hohen Stellenwert behalten.

 

…Je älter/weiter die Kinder sind, desto geringer kann der Betreuungsschlüssel werden, aber max. 16 Kinder pro Lehrer:in. Das Team umfasst durch die gesamte Schulzeit Psychologen, Soziologen und Familientherapeuten.

 

…Am Ende der Schulzeit sollte das Kind seine Stärken kennen und hätte mit Hilfe der Schule bereits Kontakte in die Wirtschaft aufbauen können.

 

…Der Abschluss sollte nicht einen Notenschnitt, eine Zahl ausweisen, sondern eine Beurteilung, die geeignete Berufsfelder aufzeigt.

Warum denken wir, dass eine akademische Ausbildung besser ist als eine handwerkliche? Lange schon ist das Studium keine Garantie mehr für einen guten Job mit guter Bezahlung –  Psyche und Bewegungsapparat sind häufiger krank, Zivilisationskrankheiten mehr verbreitet. Wir brauchen als Volkswirtschaft eine ausgewogene Verteilung der Berufe und Branchen bei gleichwertiger Bezahlung – schon in der Ausbildung.

 

Wie kann man Anerkennung und persönliche Zufriedenheit wieder erreichen?

Gedankenskizze:

Alle Menschen erlernen nach der Schule einen Beruf und können sich anschließend berufsbegleitend und nach Neigung weiter qualifizieren.

…Die Zusatzausbildung wie auch Fortbildung wird im #Lebensleistungskonto geldwert anerkannt, wie jede andere Zusatzleistung.

…Dieses System gilt berufsbegleitend auch für lebenslanges Lernen. Schnelllebige Technologie-Entwicklung erfordert ständige Fortbildung.

…Verschiedene Berufe im Laufe eines Lebens sind normal und wichtig für die eigene und wirtschaftliche Entwicklung.

…Wer eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt macht Abitur.

#TeamAriane

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